In meinen Ausführungen beziehe ich mich auf den Maßnahmenkatalog zum Schuldenabbau 2010-2015 der Oberbürgermeisterin und auf die diversen Aussagen und Vorschläge der einzelnen im Rat der Stadt Remscheid vertretenden Fraktionen. Dazu werde ich die Position der W.i.R.-Fraktion deutlich machen. Einzelpunkte, welche ich nicht anspreche, werden von uns kommentarlos unterstützt.

Grundsätzliches: Die W.i.R.-Fraktion bedauert, dass es keine klar definierten Zielsetzungen bis zur nächsten Kommunalwahl gibt; also bis Mitte 2014. Dadurch hat der Wähler keinerlei Kontrollmöglichkeit, ob auf die vielen Worte auch entsprechende Taten gefolgt sind.

Es sollte inzwischen allen klar sein, dass wir uns selbst helfen müssen. Die auf neuen Schulden basierenden und von der neu gewählten Landesregierung in Aussicht gestellten Zinshilfen in Höhe von 350 Mio. € für alle NRW-Kommunen werden nicht reichen. Geschätzt wäre das eine Zinsentlastung von rund 2 Mio. € für Remscheid. W.i.R müssen jedoch im Jahr 2015 einen Schuldendienst in Höhe von rund 36 Mio. € pro Jahr aufbringen. Die von unserem neuen Landtagsabgeordneten Sven Wolf in Aussicht gestellte Zinsentlastung in Höhe von 13 Mio. € halte ich für Wunschdenken. Das hätte doch zur Folge, dass im Schnitt nur 15% aller NRW-Kommunen von dem auf Pump finanzierten "Geldsegen" profitieren würden. Sei es wie es ist, W.i.R. werden Herrn Wolf an seiner Aussage messen.

Zum Anfang möchte ich Ihnen, meine Damen und Herren von der Ampel, ein dickes Lob, für den Antrag Aufwendungen einzufrieren und Sachaufwendungen für Veranstaltungen um 5% zu kürzen, aussprechen. Warum gilt dies eigentlich nur für Sachaufwendungen von Veranstaltungen? Warum nur 5%?

Unser Dank gilt Ihnen auch dafür, dass Sie zusätzlich einige Vorschläge unseres 160 Punkte Programms übernommen haben. Die noch Fehlenden werden wir im Herbst erneuet in das 2. Sparpaket einbringen. Richtig zufrieden sind W.i.R. jedoch über den Antrag, in Zukunft die Deckungskreise auf die einzelnen Produkte zu begrenzen und dadurch das Transferbudget produkt- und kontenscharf abzurechnen. Dadurch wird insbesondere dem Sozialdezernenten bei den laufenden Überschreitungen seiner Ausgaben die Möglichkeit von "kreativer Haushaltsführung" zumindest teilweise genommen.

 
 
Die Kürzung der Fraktionszuwendungen um 10% fordern W.i.R. seit vielen Jahren. Dass die Ampel, den Beschluss um ein halbes Jahr verzögern will, können wir nicht nachvollziehen.
 
Die Abschaffung des Seniorenbeirates auf Vorschlag der Ampel tragen W.i.R. nicht mit. Stattdessen schlagen W.i.R. vor, in der nächsten Wahlperiode den Seniorenbeirat und den Beirat für die Gleichstellung der Menschen mit Behinderungen zusammenzulegen. Die gewünschte Ersparnis würde mit unserem Vorschlag erreicht. W.i.R. bitten um Ihre Unterstützung für unseren Antrag. Sollte der Vorschlag der Ampel sich durchsetzen, würde ich mit sofortiger Wirkung als Seniorenbeiratsmitglied mein Mandat zurückgeben, da ich - nach Meinung der Ampel - überflüssig bin.
 
Warum einige schon seit längerem umgesetzte Vorschläge erneut im Maßnahmenplan der Ampel auftauchen, ist unverständlich. Stellvertretend seien hier genannt die Verlängerung der Sitzungsintervalle und der Wegfall der Parkkarten. Im Zusammenhang mit den verlängerten Sitzungsintervallen bitten wir um die Unterstützung unseres Antrags, die Aufwandsentschädigungen von monatlicher Pauschale auf Sitzungsgeld umstellen. Das ist ein Einsparpotenzial von mehr als 175.000 Euro bis zum Jahr 2015. Die Zustimmung zu unserem Antrag den Überweisungstermin der Personalkostenzuschüsse für die Fraktionen auf das Monatsende zu legen, sollte eigentlich selbstverständlich sein.
 
 
Ein besonderes Lob dafür, dass in den nächsten Jahren der gesamte Gewinn der Stadtwerke Remscheid in die Stadtkasse fließen soll. Eine Entscheidung, welche schon seit Jahren überfällig ist. Jetzt sollten wir aber bitte auch bei den anderen städtischen Beteiligungen weitermachen. Kollege Büssow wird glücklich sein.
 
 
Der Wegfall der Stelle des Behindertenbeauftragten wurde schon einmal im Rödl-Gutachten und im 60-Stellenpaket verrechnet. Nur ein Beispiel von vielen. Wir sollten da in Zukunft ehrlicher miteinander umgehen.
 
 
Dass der Druckbetrieb nicht weitgehender privatisiert wird, ist nicht nachzuvollziehen. Hier fehlt uns eindeutig die Handschrift der FDP.
 
 
W.i.R. haben schon mehrmals deutlich gemacht, dass die in den nächsten 6 Jahren geplanten Personaleinsparungen von nur 81 Stellen für uns eine Farce sind. Für 2011 sind nur 3 Stellen - in Worten drei Stellen - geplant. Wir erinnern uns nur zu gut an die Haushaltsrede der Kämmerin, wo von rund 600 Mitarbeiter/innen die Rede war, welche zu viel in der Verwaltung beschäftigt sind. Wie Sie, Frau Schütte, diese nun zu beschließenden, abgespeckten Zahlen mittragen können, ist mir ein Rätsel. Ich mache keinen Hehl daraus, dass für mich der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen in unserer Finanzsituation ein Fehler ist.
Geradezu weltfremd ist für mich das Verhalten des Personalrates in der letzten Ratssitzung, sowie der offene Brief vom 07.07.2010. Unterlassen Sie es doch bitte immer von 371 Stellen zu sprechen, die in den nächsten 10 Jahren abgebaut werden sollen. Es sind leider nur 260 Stellen und das ohne betriebsbedingte Kündigungen. Unterlassen Sie es doch bitte immer wieder zu behaupten, es gäbe kein gut durchdachtes und zukunftsweisendes Personalentwicklungskonzept und Frau Oberbürgermeisterin Wilding würde willkürlich Stellen streichen. Frau Wilding als altgedientes ver.di-Mitglied streitet das vehement ab. Sie sollten die Frage doch einmal unter sich klären und die interessierte Öffentlichkeit zeitnah informieren. W.i.R. sehen das genauso wie Sie, aber unser Respekt vor dem hohen Amt verbietet es uns, die Worte unserer Oberbürgermeisterin anzuzweifeln. Ihre Ankündigung, in Zukunft keine Überstunden mehr zu genehmigen, empfinde ich nicht als Drohung, sondern nehme sie als Versprechen. Wir werden im nächsten Jahr um eine entsprechende Statistik bitten.

"Es ist nicht einsehbar, dass die innere Verwaltung durch Stellenzuwächse immer weiter aufgebläht wird, während die Mitarbeiter in den bürgerbezogenen Bereichen vor Arbeit nicht mehr wissen, wo ihnen der Kopf steht", so Ihre Aussage.

Das ist auch für uns ein Ärgernis, mit dieser Kritik sind wir bei Ihnen. Sie als Personalrat sind am nächsten dran, bitte informieren Sie uns, bevor Fakten geschaffen werden, unsere Telefonnummer haben Sie.

Ich wünschte mir Vorschläge wie auch der Personalkörper durch Verzicht, seinen Beitrag zur Haushaltskonsolidierung leisten will. Wo sind die mit Ihrem Insiderwissen gespickten Sparvorschläge? Selbst der Jugendrat hat einige unterbreitet. Die sofortige Abschaffung des Oberbürgermeister-Tages wäre ein erstes Zeichen. Sich in die Schmollecke zu stellen, ist zu wenig. Ich bitte um Unterstützung für die Anträge von W.i.R. und CDU zum Thema Oberbürgermeister-Tag. Warum die Ampel das Thema ausklammert ist mir unbegreiflich.

 
 
Befremdet nehmen wir zur Kenntnis, dass Oberbürgermeisterin Wilding in den letzten Wochen ausschließlich davon spricht, dass der Service am Bürger durch die Stellenreduzierung eingeschränkt wird. Beim Bürgeramt soll es in Zukunft wie an Supermarktkassen zugehen. W.i.R. dachten, das wäre schon lange so. Es zeigt sich, dass kein Personalkonzept (da sind W.i.R. mit dem Personalrat einig) vorliegt. Da hat die CDU mit ihrer Forderung Recht, dass dieses schnellstens nachzuholen ist. Unvorstellbar ist es für die Zukunft der Stadt Remscheid, wenn beispielsweise unser Städteplaner Herr Sonnenschein in seinen wohlverdienten Ruhestand geht ohne dass ausreichend Vorsorge getroffen wurde. Dann würde wirklich die von Ihnen prognostizierte "infrastrukturelle Eiszeit" ausbrechen. Natürlich hat weniger Personal auch Einschränkungen zu Folge, das ist uns bewusst. Aber Flexibilität und Kreativität sind auch gefordert, Frau Wilding, Frau Schütte. Es kann nicht sein, dass versucht wird dem Bürger zu suggerieren, er hätte es ja nicht anders gewollt und auf der anderen Seite sitzt in der Bauverwaltung seit Jahren der teuerste Student Deutschlands an einer Beschäftigungsmaßnahme. Jeder von uns kennt weitere Beispiele.
 
Dass es auch anders geht, zeigt das Bauordnungsamt. Während unserer Akteneinsicht zum Thema Königsstraße haben W.i.R. eher beiläufig erfahren, dass es die Expressbaugenehmigung nicht mehr gibt. Personalmangel, so die Begründung. Inzwischen wurde ein deutlich effektiveres Baugenehmigungs- verfahren getestet und (hoffentlich) eingeführt. W.i.R. raten jedem Bauwilligen auf seinem Antrag zu vermerken, dass sein Verfahren nach dem sogenannten "Lüttinger Verfahren", auch Vitamin L-Verfahren genannt, zu bearbeiten ist. Er wird staunen, welche Geschwindigkeit und welche Hilfestellungen durch die Verwaltung möglich sind. Wenn es besonders schnell gehen soll, wird da schon einmal eine Genehmigung erteilt bevor alle nötigen Unterlagen vorliegen. Die Verwaltungen von Wermelskirchen, Hückeswagen und Radevormwald sehen da einfach nur noch alt aus.
 
 
Pacht- und Mietverträge sind auf Laufzeit und Pacht- bzw. Mietzinserhöhungen zu kontrollieren. W.i.R. bitten um Unterstützung unseres Antrags
 
 
W.i.R. sind enttäuscht, dass die Ampel nicht willens ist, die globalen Minderausgaben in Höhe von 7,4 Mio. € weitreichender zu konkretisieren. So eine nebulöse Aussage sollte sich einmal statt Herr Mast-Weisz Herr Dr. Henkelmann leisten. Sie, meine Damen und Herren von der Ampel, würden Amok laufen.
 
 
Der Vorschlag der Ampel einer 5 %igen Kürzung bei den freien Trägern ist richtig, jedoch bei weitem nicht ausreichend. Für uns ein Versuch, meine Damen und Herren von der Ampel, ein wenig den Druck aus dem Kessel zu nehmen. Der Aufruf der freien Träger: "Wir rufen die Remscheider Kommunalpolitikerinnen und -politiker dazu auf, einmütig diesen Maßnahmenkatalog zu beschließen" macht zumindest uns misstrauisch. Mutig und konsequent dagegen der Antrag der CDU bei den von der Verwaltung im Januar vorgeschlagenen 20% Kürzung zu bleiben. Die "Gutmenschen" werden aufschreien. Zum Vergleich: Die Musik- und Kunstschule soll 60% einsparen.
 
 
Den Antrag der Ampel, den Prüfantrag zur Reduzierung des Zuschusses an das Tierheim mit einer Zielvorgabe von 50.000 € zu hinterlegen, ist eine Luftnummer. Nicht nur, dass von der Verwaltung das erste Halbjahr 2010 nicht zu Klärung der Fakten genutzt wurde, schlimmer noch, der Vertrag wurde ohne jegliche Vorgespräche gekündigt. Der von Frau Schütte in den Raum gestellte Vorschlag statt einer Pauschale eine fallbezogene Bezahlung für die vom Tierheim für die Stadt Remscheid erbrachten Pflichtleistung (Fundtiere etc.) festzulegen, kann der Tierschutzverein mit Gelassenheit abwarten. Jeder, der sich den Finanzbericht des Tierschutzvereins ansieht, wird leicht erkennen, dass in Zukunft der Zuschuss an das Tierheim mit der Umsetzung dieses Vorschlages deutlich steigen wird. Unverständlich für uns, dass dieses Frau Schütte und die Ampel offensichtlich nicht gemacht haben. W.i.R. begrüßen ausdrücklich, wenn Leistung bezahlt wird, werden jedoch die Ergebnisse der Verhandlungen sehr genau analysieren.
 

Wir Menschen sind für die Kreatur verantwortlich. Es geht nicht pro Jahr 0,7 Mio. €uro Hundesteuer zu kassieren (und es sollen 70.000 € mehr werden), sich aber vor seinen Pflichten zu drücken.

Lesen Sie dazu die Zahlen des Tierschutzvereins

 
 
Es überrascht uns, dass die Ampel aus dem Prüfauftrag "Schließung des Bürgerbüros Lüttringhausen" einen sofortigen Umsetzungsauftrag machen will. Die Gegner der Schließung - namentlich der Heimatbund - haben im Vorfeld erklärt, dass eine Schließung bei der Vorlage von nachprüfbaren Einsparungspotenzialen von ihnen mitgetragen wird. Was veranlasst Sie, meine Damen und Herren der SPD, der FDP und der Grünen, diese Fakten nicht vorher auf den Tisch zu legen? Seit wann vertrauen Sie der Verwaltung blind? Warum stoßen Sie, meine Damen und Herren der Ampel, die Lüttringhauser und Lenneper Bürgerinnen und Bürger ohne Not so vor den Kopf? Zu dieser Vorgehensweise ohne belastbare Zahlen sagen wir "Nein". Des Weiteren bitten W.i.R. Sie, unseren Vorschlag zur Kompensation möglicher Einsparungen, die Bezirksvertretungen Lüttringhausen und Lennep zusammenzulegen, zu unterstützen.
 
 
Im Zusammenhang mit dem Westdeutschen Tournee Theater (WTT) haben wir nachgefragt, warum beim WTT 20% gekürzt werden und beim Teo Otto Theater nichts? Die Antwort: Teo Otto Theater ist eine städtische Einrichtung, WTT eine freiwillige Leistung. Folgende Nachfrage erspare ich mir, liebe Verwaltung, liebe Ampel, die Musik- und Kunstschule ist doch auch eine städtische Einrichtung, warum gibt es da eine Kürzung von 60%?
 

In der Presse (Bergische Morgenpost) stand vor einigen Tagen:
"Nachdem die Vertragsgestaltung für das Personal zu einigen Irritationen geführt hat, sei es schwierig für die Politik, hinter der Musik- und Kunstschule zu stehen". Für die W.i.R.-Fraktion sage ich hier klar und deutlich: W.i.R. stehen zur Musik- und Kunstschule ohne Wenn und Aber. Natürlich muss aufgeklärt werden. Natürlich müssen Konsequenzen gezogen werden, ggf auch persönliche. Aber die Schülerinnen können doch nun wirklich nichts dafür. Kritisch ist zu vermerken, dass als es vor Jahren beim Teo Otto Theater drunter und drüber ging, ein Vollzeitcontroller im Kulturbereich eingesetzt wurde. Kosten gut 50.000 € pro Jahr. Über den Tellerrand hat dieser offensichtlich nie schauen müssen. Oder, ist dies ein Führungsproblem Herr Dr. Henkelmann? W.i.R. sagen aber auch, dass es politisches Kalkül ist, dieses Thema einige Tage vor der entscheidenden Ratssitzung an die Öffentlichkeit zu zerren, obwohl die Verantwortlichen seit Anfang des Jahres davon wussten.

Ihnen, Frau Wilding, sage ich klar und deutlich: Unterlassen Sie es in Zukunft so ganz beiläufig in nichtöffentlichen Sitzungen darauf hinzuweisen, dass es bei der Musik- und Kunstschule ein kleines Problem gibt, um später die Dreistigkeit zu haben, zu behaupten, die Politik habe alles gewusst. So ist es beim Kassen- und Steueramt und jüngst bei der Musik- und Kunstschule geschehen. Ich habe im Rechnungsprüfungsausschuss nachgefragt, wie groß bitte das Problem bei der Musik- und Kunstschule sei. Die Antwort war, dass es Abrechnungsprobleme bei den Honorarkräften gäbe, mehr nicht. Inzwischen hat sich die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Frau Wilding: Ich werde nicht mehr auf Sie hereinfallen, in Zukunft geht alles sofort an die Öffentlichkeit.

Zurück zur Musik- und Kunstschule. Für uns ist die Erhaltung der Musik- und Kunstschule deutlich wichtiger als die Erhaltung der Bergischen Symphoniker, der Galerie oder des Teo Otto Theaters. Deren Besucher haben leichter die Möglichkeit andere Angebote zu nutzen. Die Remscheider Jugendlichen haben diese Möglichkeit nicht. Hat sich die Musik- und Kunstschule doch über Jahrzehnte zu einem Treffpunkt künstlerisch und musisch interessierter Kinder und Jugendlicher entwickelt. Für uns hat dies mindestens den gleichen Stellenwert wie Angebote in den Jugendeinrichtungen wie Die Welle, Kraftstation, etc wenn nicht sogar mit einem Mehrwert: Es wird der Besuchernachwuchs für die Bergischen Symphoniker und das Teo Otto Theater sensibilisiert. Wie teilnahmslos und kalt die Kulturszene auf die Probleme der Musik- und Kunstschule reagiert oder besser gesagt nicht reagiert, nimmt mir schon den Atem. Da verweigern die Orchesterfreunde ohne rot zu werden eine Kooperationsuntersuchung mit Wuppertal. Um es noch einmal deutlich zu machen, jede Eintrittskarte subventioniert der Remscheider Bürger bei den Bergischen Symphonikern mit 110 €uro und beim Teo Otto Theater mit 90 € (siehe Artikel:Was kann sich Remscheid noch Leisten).

 
Um 60%, in Worten sechzig Prozent, sollen die städtischen Zuschüsse für die Musik- und Kunstschule gekürzt werden. In keinem anderen Bereich ist die prozentuale Einsparquote so hoch wie bei der Musik- und Kunstschule. Wie kommt diese Zahl zustande? Hat da jemand geknobelt oder ist es die Aufgabenstellung, die Musik- und Kunstschule platt zu machen. Dann soll man es aber bitte ehrlich sagen. Remscheid liegt mit einem Zuschussbedarf von 5,74 € pro Einwohner im Städtevergleich im mittleren Bereich. Mit der geforderten Kürzung um 60% würde die Musik- und Kunstschule im NRW Vergleich eindeutig in die Spitzenposition aufrücken. Ein ambitioniertes Ziel. Ich frage: Warum fordert die Verwaltung und die Ampel dieses Ziel nur bei der MKS? Warum nicht auch beim Personal, im Sozialbereich oder bei anderen städtischen Strukturen?
Mit einiger Verzögerungen haben W.i.R. inzwischen etwas detailliertere Zahlen zur Musik- und Kunstschule erhalten. Bei Gesamtaufwendungen von rund 1,2 Mio. € sind Personalkosten mit rund 0,9 Mio. € der Hauptposten. Es sollen 0,4 Mio. € pauschal eingespart werden. Ziemlich unrealistisch. Daher meine Vermutung die Musik- und Kunstschule soll in Wirklichkeit platt gemacht werden. Doch versuchen wir einmal grob zu rechnen. Seit längerer Zeit sind drei Teilzeitstellen (je 15 Std.) unbesetzt = 60.000 €. Nehmen wir einmal an, die eingangs angesprochenen "Ungereimtheiten" machen 10% der Personalkosten aus = 90.000 €. Fragen wir einmal nach, ob wirklich 2 Verwaltungsmitarbeiter (je 25 Std.) nötig sind? Geholfen haben sie ja offensichtlich nicht die "Ungereimtheiten" zu verhindern = 25.000 €. Gebührenerhöhung sind inzwischen beschlossen = 45.000 €. Mehr Honorarkräfte statt festangestellte Mitarbeiter gemäß des Vorschlages des GPA = 65.000 €. Summa summarum eine Gesamteinsparung in Höhe von 275.000 €. Sicher sehr optimistisch von mir gerechnet. Bleibt aber noch ein stattlicher Rest, welcher einzusparen ist. Unser Vorschlag: Bürgerengagement in Form eines Trägervereines und somit eine Privatisierung der Musik- und Kunstschule bei einem fest zu vereinbarenden städtischen Zuschuss. Wichtig dabei: Die Politik soll sich heraushalten.

Link zur MKS: http://www.musikundkunstschule-remscheid.de

 
 

Es ist einfach nur erschreckend, welchen Stellenwert das Westdeutsche Tournee Theater (WTT) in Remscheid hat. Keine Stimmen erheben sich gegen die Zuschusskürzung. Ich hoffe alle wissen, dass durch die Umsetzung der Deckel zugemacht wird. Schließlich verliert das WTT zusätzlich die gleiche Summe an Landesförderung. Den Vorschlag der Ampel zum Kultureuro begrüßen wir ausdrücklich. Bekommen durch die Einführung der Sperrfrist nicht immer die gleichen Träger einen Zuschuss. Das haben offensichtlich, das Rotationstheater oder die Klosterbrüder noch nicht realisiert. Sehr mutig von der Ampel, aber auch richtig.

Link zum WTT: http://www.wtt-remscheid.de

 
 
Dass die Grünen mit dem Antrag einer Kürzung des Zuschusses für den Förderverein Umweltbildung und die Naturschule Grund statt 20 % nur noch 5 % zu kürzen, so ganz beiläufig ihre "Herzensangelegenheit" aus dem Focus nimmt, ist aus Grünen-Sicht ja nachzuvollziehen. Für uns eine einseitige Klientelpolitik. Haben Sie, Frau Schlieper, übersehen, dass Sie heute den Beschluss fassen wollen beim Westdeutschen Tournee Theater um 20% und bei der Musik- und Kunstschule um 60% zu kürzen?
 
 
Die Vorschläge der Ampel heute über die Steuererhöhungen zu beschließen, tragen wir nicht mit und sind formal auch nicht möglich. Ich bin nicht sicher, ob alle realisiert haben, dass die Gewerbesteuer schon ab dem Jahr 2012 erhöht werden soll. Die Verwaltung hatte erst das Jahr 2013 vorgeschlagen. W.i.R. sind der Ansicht, dass erst Einsparergebnisse im beträchtlichen Umfang umzusetzen sind und es ausreicht über evtl. Steuererhöhungen im Dezember 2010 im Zuge der Haushaltssatzung 2011 zu beschließen. W.i.R. bitten um Unterstützung für unseren Antrag.
 
Ein letztes Wort an die, welche den Ernst der Lage bis heute immer noch nicht begriffen haben: Alle, die sich grundsätzlich gegen Gebührenerhöhungen und Einsparungen stellen, sollten sich ein Ticket für das Schlaraffenland kaufen.

Vielen Dank!
Wieland Gühne

 
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W.i.R.
Wählergemeinschaft in Remscheid e.V.
Beethovenstr. 2 (Ecke Hindenburgstr.)

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Telefax: 02191 / 781 972

Unsere Geschäftsstelle ist besetzt:
Mo.- Fr.: 10 - 13 und 14 - 16 Uhr
 
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Zuschauerstatistik
Da sollen auf der einen Seite die städtischen Zuschüsse für das Westdeutsche Tournee Theater drastisch gekürzt werden, und auf der anderen Seite leistet sich das Teo Otto Theater ein Programm, bei welchem teilweise nur eine Besucherauslastung von nur 15 % erreicht wird. Sparen: Fehlanzeige!

 

Wolken über Kräwinkel
Auf unserer letzten Startseite haben wir ausführlich Stellung bezogen. Nach unserer Meinung hat die Verwaltung einen Vertrag ohne ausreichende Legitimation durch die Politik ausgehandelt. Beispielsweise wurde vereinbart, dass in Zukunft für das Gelände an der Wuppersperre Eintrittsgeld erhoben werden kann. Lesen Sie dazu unseren Antrag.

Neu: 24.06.2010: Inzwischen wurde unser Antrag abgelehnt. Unsere politischen Freunde hatten kein Problem damit, dass ab dem Jahr 2016 Eintritt erhoben wird.

 
Anfrage Gutachten
Uns war aufgefallen, dass bei Gutachten im Zusammenhang mit Bebauungsplänen immer wieder die gleichen Gutachter zum Zuge kommen. Auf unsere Anfrage liegt nun eine Antwort vor. Lesen Sie wie der Waterbölles die Antwort kommentiert hat.
 
 

Der Beteiligungsbericht
der Stadt Remscheid für das Geschäftsjahr 2008 liegt vor. Zum Bericht.

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